Schlafen am Nachmittag hilft, Deine Produktivität zu steigern

How Sleeping in the Afternoon Helps Boost Your Productivity
Deine Siestas am Nachmittag mögen Deinem Körper mehr Wunder bringen, als Du jemals wissen würdest. Wenn das Schlummern im Büro nicht die Norm ist, hier einige wissenschaftliche Forschungen, um Deinen Bedarf an Nachmittagsschläfchen zu unterstützen.

Sie nennen es „Power Naps“ – kurze, aber immens hilfreiche Nickerchen, die nicht durch verschiedene Schlafzyklen gehen müssen. Diese dauern ein paar Minuten; etwa 15 bis 20 pro Tag und es ist genug, um Deinen Körper aufzufüllen und die Gefühle der Lethargie zu verdrängen, die Dich den ganzen Morgen taumeln. Eine Studie der Universität Leeds hat gezeigt, dass diese Art von Schlaf die Kreativität und die Entscheidungsfähigkeit verbessern kann. Nicht nur das; Power Nickerchen können auch das Potenzial von Herzproblemen, Depressionen und Diabetes reduzieren – Probleme, die auftreten können, wenn Du nicht die richtige Menge an Schlaf bekommst.

Nerina Ramlakhan, Hauptautor der Studie, stellt fest, dass das Schlafen so wenig wie vier Stunden für den Körper gefährlich sein kann. Power-Nickerchen im Büro, vor allem zwischen 14 und 16 Uhr, können positive Ergebnisse für die kämpfenden und gestressten zeigen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Nickerchen dem Individuum auf verschiedene Weise helfen, wie zum Beispiel die Verbesserung der Problemlösungsfähigkeiten und die Wiederherstellung des Immunsystems.

Ältere Erwachsene profitieren von Nachmittagsschlaf, sagt eine Studie von Forschern der Universität von Pennsylvania. Laut dem Journal der American Geriatric Society, in dem die Studie veröffentlicht wurde, verbessert das Schlafen am Nachmittag die Gedächtnisfähigkeiten und revitalisiert die Gehirnleistung, als ob es fünf Jahre jünger wäre. Ungefähr 3.000 ältere Chinesen waren an der Studie beteiligt, bei der Forscher die mentalen Fähigkeiten der Teilnehmer durch Erinnerungsaufgaben und mathematische Probleme abschätzen konnten. Sie wurden auch gebeten, Zeichnungen von Formen und Objekten zu kopieren. Am Ende der Studie fanden die Forscher heraus, dass Menschen, die Nickerchen machten, etwa 60 % der Teilnehmer, besser abschnitten als diejenigen, die dies nicht taten.

Dr. Nicole Lovato vom Adelaide Institute for Sleep Health verglich die Nickerchen am Nachmittag, um so effektiv zu sein wie eine Tasse Kaffee. Anstatt einen Kick Koffein zu wählen, bestand Lovato darauf, dass man stattdessen schlafen sollte. „Nickerchen sind nicht nur vorteilhaft, weil sie uns weniger schläfrig und aufmerksamer fühlen lassen“, sagte sie. Nicht nur das, der Nachmittagsschlaf verbessert auch die Reaktionszeit, das Kurzzeitgedächtnis, kognitive Funktionen und sogar Stimmungen.

Das Aufwachen während des leichten Schlafes wird einem einen besseren Arbeitszustand verschaffen. Nimm jedoch nicht zu lange; während des Tiefschlafs aufzuwachen trägt Konsequenzen mit sich. Eine, erwähnt Lovato, ist, dass Du aufwachen wirst und Dich schläfrig und träge fühlen wirst. Zweitens könntest Du in der Nacht weniger Schlaf bekommen, wenn Dein Körper eigentlich wirklich ruhen sollte.

Ein kurzes Nickerchen ist daher wie ein weicher Neustartknopf. Es tritt nicht in die Tiefschlafphase ein, bietet aber dennoch genügend Energie für Geist und Körper.

Wer macht kurze Nickerchen? Vielleicht mehr Leute als Du denkst. Winston Churchill war berühmt für sein Sprichwort: „Man muss einige Zeit zwischen Mittag- und Abendessen schlafen, keine halben Maßnahmen.“ Albert Einstein genoss seine polyphasischen Siestas zu regelmäßigen Zeiten. Margaret Thatcher würde zwischen 14.30 und 15.30 Uhr nicht gestört werden.

In der Vergangenheit mag es als eine Nachsicht angesehen werden worden, kurze Pausen bei der Arbeit zu nehmen, aber heute erkennen wir die Vorteile, den Bedürfnissen des Körpers zu lauschen und einem dringend benötigten Schlummer nachzugeben. Tippe auf die Kraft des Schlafes. Nur los; schalte Deinen Computer aus und halte ein 20-minütiges Nickerchen, um den heutigen Aufgaben nachzukommen.

 

Quellen:

Jonas Diezun

Jonas ist Gründer von RADICE. Selbst begeisterter Leser liebt er es, im Münchner Umland in den Bergen wandern zu gehen. Jonas schreibt über Schlaf, Produktivität, Arbeit und die Wissenschaft dahinter. Er hat in New York und München studiert und in diversen Startups gearbeitet. Sein bester Tipp rund um Schlaf? Einen festen Rhythmus haben und Schlaf und Erholung als wichtige Säule der eigenen Gesundheit sehen. Es ist die Grundlage für unser Wohlbefinden.
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